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zitat.wut #4

"Ich wollte nur kurz raus den neuen Tag zu begrüssen
Die Morgenluft am Strand in vollen Zügen zu geniessen
Dann sah ich Dich im Mondlicht stehen
Und es machte mir Spass Dich anzusehen
Ich fragte Dich ob Du irgendjemanden erwartest
Du sagtest ja denn jetzt bist Du da
Zusammen sind wir zurückgegangen
Und die Nacht hat nochmal angefangen ..."

[Kim Frank & Oceana, 48 stunden]
11.9.09 02:22


wahn.sinn #26

Schlaflos.

Die Zeitarbeitsfirma hat sich immer noch nicht gemeldet.
Ich werde langsam unruhig und der nette Herr von der ARGE sitzt mir im Genick.
Behörden sind schon eine tolle Erfindung.
Immer schön auf die Finger schauen.

To Do: Die Frau mit dem Zungenpiercing am Telefon beehren !!!

Ich muss Listen ausfüllen.
Leider sind es keine To do Listen, sondern I have done Listen.
So viele, dass sie in meinen Gedanken immer länger zu werden scheinen. Eine Rolle Klopapier aus Buchstaben und Zahlen.

Morgen (Heute) fahre ich nach Würzburg.

Zeitrafferstimmung.
10.9.09 00:27


wahn.sinn #25

Ich fühle mich etwas falsch, als ich zum Balkon schleiche.
Aber es ist der einzige Weg die Sache doch noch Fair zu regeln.
Das Mädchen vom Chiemsee sitzt seit einer halben Stunde vor der Tür und das schlechte Gewissen beisst.
Beisst so lange, bis ich mich dann doch endlich dazu aufraffe auf zu stehen.
Ich ziehe mich an.
Versuche meine Zimmertür so zu öffnen, dass sie nicht knarrt.
(gar nicht so einfach das Ganze.)
Schleiche mich also über den Balkon in den Keller und betrete das Treppenhaus. Doch sie ist schon weg.
Das schlechte Gewissen beisst mir den Kopf ab.
Wie ich sowas hasse.

Ich schaue zu vielen Menschen dabei zu, wie sie sich in Intriegen verstricken, telefoniere schliessliche mit dem vertrauten Mädchen. Sie klingt so verdammt angefressen, findet die ehrlichsten Worte, die ich je von ihr gehört habe.
Sagt, dass ich ihr fehle und dass sie weiss, wie daneben diese ganze Aktion war, auch wenn sie länger gebraucht hat um das zu kapieren. Sagt, dass sie mich nicht verlieren will und noch soviele andere Dinge, die mich dazu bringen, ganz grosse Augen zu machen.

Kompliziert.
Angenehm kompliziert.

and you will know us by the trail of dead ...
9.9.09 21:30


wahn.sinn #24

Mit jedem Wort, dass ich lese, fühle ich mich kleiner, lächerlicher. Sie fragt mich, wann wir uns wieder sehen.
Ich will sie überraschen, denke die ganze Nacht darüber nach, Montag zu ihr zu fahren.
Rechne alles immer wieder aus.
Freue mich.

Sie will nicht mit mir ans Meer.
Sie will Montag alleine dort hin.

Ich kann sie nicht greifen.
Sie sagt, ich würde es ihr schwer machen,
zieht mich so nah an sich heran, dass ich sie spüren kann.
Dann stösst sie mich weg.

Das Badewasser brennt sich in meinen Rücken.
Meine Arme werden sofort rot.
Der Dampf vermischt sich mit dem Rauch meiner Zigarette und ich sehe zu, wie sie langsam abbrennt.
Glühend.

Ich schweige.
Lasse den Dampf den Spiegel matt und undurchschaubar werden.

Will mich nicht sehen.

Lasse alle Rollläden herunter und lege mich in mein Bett.
Verkrieche mich.

Ich weiss nicht mehr, was ich denken oder fühlen soll.
Rückzug.
es tut weh.
9.9.09 13:23


kopf.kino #1

Ich habe soviele Dinge in meinem Kopf, dass er droht zu platzen.

Ein schwarzer Merzedes hält neben mir auf dem Gehweg
Ein Mann steigt aus.
Er kommt auf mich zu,
zieht eine Waffe und drückt sie mir an die Schläfe.

Ich wache auf.
Irgendwo im Irak.
In einer Höhle.
In der Höhle sind zuviele Menschen die mir wichtig sind.
Dort stehen Männer.
Männer mit Waffen.

Ein Auto macht eine Vollbremsung.
Ich kann nicht mehr ausweichen.
Fliege über die Motorhaube.
Erkenne ihn.
Springe auf und renne.
Renne um mein Leben und weiss nicht einmal
wovor ich weg renne.
Ich spüre die Angst im Nacken und renne einfach weiter.
Panik steigt in mir auf.
Ich renne und renne und renne.
9.9.09 00:25


zitat.wut #3

Ehrliches Adrenalin

Stumm und klein
und doch ständig präsent
wartend auf den passenden Moment

Kratzen, Kratzen
lauter werdend
längst zu spät wenn man es erkennt

Fühlst du die Spannung

Plötzlich brech´ ich völlig aus,
alles kommt aus mir heraus

Ehrlicher war ich noch nie
Ehrliches Adrenalin

Fühlst du die spannung
hier ?!

Ehrliches Adrenalin

Fühlst du ?



[Aunt Sally, Ehrliches Adrenalin]
9.9.09 00:03


puzzle.teile #4

Eine Landstrasse.
Frankreich.
Mein Dad sitzt am Steuer des alten blauen Mitsubishi.
Meine Schwester nörgelt auf dem Beifahrersitz herum.
Ich sitze hinten.
links.
Meine Schwester hantiert mit ihrem Diskman herum.
Beschwert sich zum zehntausendsten Mal darüber, dass sie im Auto nicht ihre Musik hören kann.
Ich bin neun oder zehn.
Kurze Haare.
Jungenklamotten.
Träume im Kopf.
Gedanken überall.
Ich fange an einen Adapter zu bauen.
Dort in meinem Kopf.
Stelle ihn mir vor.
Er sieht aus wie eine Kassette.
Eine Kassette, von der ein Kabel ab geht.
Das Kabel hat einen Kopfhöreranschluss.
So einen, wie man ihn auch in den Ausgang des Diskman´s stecken kann.
Immer detailgeträuer stelle ich mir meine kleine Erfindung vor, baue sie weiter und weiter.
Am Abend als wir zuhause sind, bin ich so stolz auf mich.
Mich und meine Erfindung.

Eine Woche später sehe ich meine Erfindung im Media Markt. Autoelektroniksabteilung. An der hinteren Wand hängt sie. Genau so wie ich sie mir ausgemalt hatte.
Und obwohl ich wusste, dass der jenige mir diese Idee nicht geklaut haben konnte, fühle ich mich beraubt.
Das erste mal in meinem Leben fühlte ich mich meiner Gedanken beraubt.
8.9.09 15:02


sauer.stoff #9 Shadowman



"Any time tomorrow a part of me will die
And a new one will be born
Any time tomorrow
I'll get sick of asking why
Sick of all the darkness I have worn
Any time tomorrow
I will try to do what's right
Making sense of all I can ..."
7.9.09 09:28


puzzle.teile #3

Ich war immer ein offenes Buch.
Ein Buch, welches Zwischendenzeilenleser suchte.
Der Mühe, des zuende lesens, hat sich bisher keiner gestellt.

Wenn Menschen von ihrer Kindheit erzählen, werde ich hellhörig. Ich erinnere mich kaum an diesen Lebensabschnitt. Schemenhaft schiebt sie sich durch mein Gedächtnis. Bruchstücke. Schatten. Szenen. Fremd und vertraut zugleich. Ein Film, den man gesehen hat. Man hat eine gewisse Distanz dazu. Man schaut ihn sich an. Im Kino. Zuhause und dann schaltet man einfach ab. Steht auf, geht oder schläft sogar während dessen ein.

Ich könnte die buntesten Geschichten erzählen. Würde sie ausmalen und lebendig werden lassen. Da in meinem Kopf. Nie könnte ich mich selbst einer Lüge überführen, weil ich es nicht besser wüsste. Es ist immer eine Sache des Blickwinkels. Jede Lüge enthält einen Teil der Wahrheit. Wir erzählen sie, um die Realität etwas weniger schmerzhaft zu machen. Oft glauben wir so sehr an unsere Lügen, dass wir selbst die Wahrheit nicht mehr sehen. Selbst wenn sie uns in die Waden beisst. Sich fest beisst. Wir schütteln sie ab.

Manchmal glaube ich mein bisheriges Leben war eine Geschichte. Ein Roman. Man hat sie sich erzählt, vorgelesen und irgendwann hat sie sich selbständig gemacht. Die Grenzen zwischen Lüge und Wahrheit, zwischen Realität und Phantasie wurden verwischt und die Charaktäre darin haben sich gegen den Autor gestellt. Wollten leben. Lebendig werden. Und dann hat das Leben mich ausgespuckt. Ich bin aufgewacht. Irgendwo. In einer für mich fremden Stadt. Mit fremden Menschen. Gefühlen, die wie Glühwürmchen um mich herum schwirrten. Ich drehte mich. Und drehte mich. Versuchte sie zu greifen, aber sie waren zu schnell. Versteckten sich. Um dann nachts wieder auf zu tauchen und zu leuchten. Und dann stellte ich mir die wichtigste Frage, die ich mir vielleicht je gestellt hatte. Fühlt jeder Mensch gleich oder gibt es einfach für jeden seine eigene Wahrheit ? Seine eigene Gefühlswahrheit. Haben die anderen wirklich Schmetterlinge in ihrem Bauch oder ist das nur eine Geschichte, ein Mysterium, welches uns dazu bringen soll uns den Kopf zu zerbrechen. Denker zu werden.

"Martje: Ich nehme an, ich verrate Ihnen nichts neues, wenn ich Ihnen sage, dass auch Sie ein Spielzeug von IHR sind. Dass sie Geld für IHR Buch ausgegeben haben, ist für SIE [...] zweitrangig ... Viel wichtiger ist IHR, dass sie Sie manipulieren kann, in Ihren Gedanken beeinflussen kann.
Ich habe SIE sich schon damit brüsten gehört, dass SIE in den Köpfen der LeserInnen ganze Welten entstehen lassen kann.
Also ich bitte Sie! Wollen Sie sich das bieten lassen?
Welten! In Ihrem Kopf! Welten, die Sie nicht selbst dort heineingepflanzt haben, sondern die der Willkür von IHR unterliegen!
SIE hält sich für so eine Art Göttin, glaube ich.
SIE glaubt, dass für SIE nichts unmöglich ist. Und sehr wahrscheinlich hat SIE es nicht gern, wenn IHR diese Macht einfach aus der Hand gerissen wird.
Ich vermute, dass SIE sich jetzt so richtig ins Zeug wirft. SIE will ihre Geschichte zurück! SIE wird jetzt so richtig loslegen ..." [Luna & Martje, Mirjam Müntefering]

Ich habe mich immer leer und fremd angefühlt. Am Anfang dachte ich noch, dass wäre normal. Ich wurde der klassische Aussenseiter. Hielt mich mit Traumwelten über Wasser. Gefühle brachen nur selten an die Oberfläche. Brodelten meist tief in mir drin. Ich konnte sie kaum ausgraben. Hatte ich eines fein säuberlich von der Staubschicht befreit, so war es schwer es zu benennen. Wie ein unbekanntes Fossil lag es vor mir. Ich gewöhnte mir an, einfach meine eigenen Gefühle zu erschaffen. Fein säuberlich studierte ich die Reaktion anderer Menschen. Trat eine Situation ein, in der ich nach einem Gefühl reagieren musste, so ersetzte ich das, was ich fühlen müsste mit dem Gesehenen. Ich reagierte, wie man es erwartete, ohne wirklich zu wissen warum.
Auch als meine Grossmutter starb reagierte ich wie man es erwartete. Ich konnte nicht weinen. Lag auf einem Ruderboot. Starrte die Wolken an. Leer. Aber es war etwas anderst. Irgendetwas hatte sich verändert.

Als ich ausgespuckt wurde, brachen die Gefühle nur so aus mir heraus. Immer noch konnte ich sie nicht greifen, aber sie waren da, intensiver denn je.

Ich will kein Lügenmädchen mehr sein.
Ich will kein Geschichtenmädchen mehr sein.

Ich weiss nicht, ob ich je in der Lage war meine Familie so zu lieben, wie sie es verdient hätte. Aber ich wünschte, ich hätte es gekonnt.

Ich liebe euch.
so gut ich kann.
Für mich ist es Liebe.
7.9.09 01:04


wahn.sinn #23

Ich will im Wind stehen.
Mit ausgebreiteten Armen,
dem Sturm in die Augen schauend und dem Leben trotzend.

Lebendig.
lebenswütig.
6.9.09 13:10


wahn.sinn #22

Laufe so lange, bis mein Knie nicht mehr mit spielt.
Springe in jede Pfütze, die meinen Weg kreuzt.
Tropfen auf der Haut.
4.9.09 10:46


wahn.sinn #21

Ich sende kleinlaut Nachrichten ins Universum,
München versinkt im Regengrau und
ich sitze am Fenster, schaue den Tropfen beim fallen zu.
4.9.09 09:35


wahn.sinn #20

wenn ich daran denke, dass sie morgen nur eineinhalb Stunden von mir entfernt ist und ich sie wegen meiner verdammten trotteligkeit, trotzdem nicht treffen kann, könnte ich mir selbst in den Arsch beissen.

(Zum Glück bin ich nicht so gelenkig.
Ich glaube Bisswunden am Arsch sind schmerzhaft.)

4.9.09 01:37


wahn.sinn #19

Ich laufe durch den Regen, bis ich völlig durchnässt bin.
Ich will das nicht. Nicht so.
Nicht auf diese Art und Weise.
Nicht mehr.
Dafür ist es mir zu viel wert.

Das strampeln geht wieder los.
Ich will nicht streiten und ich bin müde.
Ich bin nachdenkmüde.

Sie hat Recht, wir strengen uns zu sehr an.
Ich strenge mich zu sehr an das Richtige zu tun, dabei will sie das gar nicht.
Sie will mich kennen lernen und nicht diese verdammte Maske meiner Selbst, die alles Richtig machen will.
Sich verbiegen lässt, bis sie irgendwann gebrochen wird.

Richtig und Falsch sind so verdammt beschissene Schubladen und ich habe dieses verdammte Schubladendenken so satt.
Ich steh mir wieder selbst im Weg, anstatt endlich mal den ganzen alten Scheiss zu vergessen.

Ich will nicht mehr diese Null-Acht-Fünfzehn scheisse aus der Vergangenheit, in der ich mir einrede, dass es die grosse Liebe ist und dabei einfach nicht mehr ich selbst bin.
Ich will etwas Besonderes.
Vertrauen, fühlen und erleben, nicht alles in A und B einteilen.

Ich weiss, dass ich es kann.
Ich weiss, dass ich, ich selbst sein kann.
Weil ich bei ihr ich selbst war.
Ohne Kompromiss.
4.9.09 01:03


wahn.sinn #18

Unsere Freundschaft schmeckt nach chloroform.
3.9.09 12:31


wahn.sinn #17

Ich rauche zu viel.
schlafe zu wenig.
und träume zu theatralisch.

Heute klebe ich Musik an die Wand.

Um drei kommt die Schlagzeugerin.
Ein Stück Vergangenheit ?!

Das Telefon bleibt stumm.
Irgendwie alles beim alten.

Vergiss den Staub, bevor er dich frisst.

3.9.09 11:56


puzzle.teile #2

Der Textmaker verfehlt mich nur um haaresbreite.


Zerplatzt an der Wand.
Orange.
Ich springe auf, schreie sie an.
Sie will weg.
Ich will dass sie bleibt, will endlich all diese Gefühle raus lassen.
Sie bleibt stehen,
schaut mich eiskalt an.
"Du bist genau wie dein beschissener Vater"
Ich weiche zurück.
Wie ein Brett schlagen die Worte auf mich ein.
Regungslos.
"Sag sowas nicht. du kannst gottverdammt nochmal alles sagen, aber nicht das."
"Ach ja, du verträgst einfach nie die wahrheit. Du bist wie dein Vater und auch wenn du hier noch so rumschreist. Du weisst es und ich weiss es."
"Halts Maul, wenigstens hab ich mich von zuhause frei gemacht, während du immer wieder zu deinem kranken Vater zurück rennst, anstatt endlich aus zu ziehen".
Sie funkelt mich an.
Ich renne ins Bad.
"Ja und jetzt wieder abhauen, wie immer. Wie dein Vater."
"Halt endlich die Klappe und red nicht von Dingen von denen du keine Ahnung hast, du kennst mich nicht. Das bin nicht mehr ich und ich war es auch nie".
Meine Stimme überschlägt sich.
"Du steigst mit der Tussi ins Bett und erzählst mir hier ich hätte keine Ahnung. Weisst du wie verletzend das ist ?"
"Wir sind getrennt, weil du dich in ein Phantom verliebt hast, also bitte mit wem ich sex habe und mit wem nicht, dass geht dich nen scheiss an".
Meine Stimme schallert in meinem Kopf.
"Du dreckige Schlampe"
Ich sehe rot, hole aus und schlage ihr mit der flachen Hand ins Gesicht.
Sie rennt raus.
Ich sacke zusammen.
Zwei Stunden eisige Stille.

Eisige Stille und Blut.
2.9.09 23:16


puzzle.teile #1

Sie steht vor mir. Abschätziger Blick. Gross. Schmal. Ihre blauen Augen funkeln vor Wut. Die Pistole in der Hand. Schiesst Worte. Trifft. Jedes Wort trifft. Weil es nicht wahr ist. Ich reiche ihr den kleinen Finger. Nenne ihn Sicherheit. Sie reisst daran, bis ich schreie. Ich schreie und tobe, bis mir die Luft weg bleibt. Dann schlage ich den Kopf gegen die Wand. Der Schmerz soll endlich aufhören. Er hört nicht auf. Er hört nie auf. Sie schreit mich an, ich wäre Krank, gestört. Ich schreie nicht mehr. Sitze auf dem Boden und starre in mich hinein. Innen drin sind wir alle hässlich. Ich war es immer. Sehne mich nach dem Moment, wo er kommt und mir endlich sagt, dass ich richtig bin und er mich genauso liebt, wie er den Sohn lieben würde. Den, den er immer haben wollte, aber nie zustande gebracht hat. Auch heute nicht. Sie schreit weiter. Tränen laufen mir aus den Augen. Die Haut meiner Wangen ist schon ganz wund. Irgendwann geht sie einfach. Ich nehme ein Messer aus der Schublade. Der Schmerz ist zu gross. Ich schneide mir in die Arme. Ein Waschbecken voller Blut. Ich sacke zusammen. Lege mich auf den kühlen Boden. Irgendwann kommt sie zurück. Sieht das Blut und überhäuft mich mit Vorwürfen. Ich schreie nicht. Nicht mehr. schon lange nicht mehr. Schlage die Arme so lange gegen den weissen Pfosten, bis sich blaue Ränder um die Einschnitte bilden. Dann endlich hört sie auf zu schreien. Ich schlafe in ihren Armen ein. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie viele Gesichter hatte, immer wenn du dachtest, du hättest in einem Sicherheit gesehen, veränderte sich der Blick und du wurdest von einem anderen betrogen.
2.9.09 21:46


aus.schnitte #1 Sternenfänger

"There is no one else in the milky way
that I want to find,
you are on my mind"

2.9.09 14:46


31.8.09 22:14


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